Das Brachycephale Syndrom , oder:“Warum schnarcht mein Hund ?“

31. Juli 2011

Man sieht sie heute fast überall: Französische Bulldoggen, englische Bulldoggen und Möpse sind die neuen Lieblingsrassen in Deutschland und das ist auch gut so!

Diese (fast) immer gut gelaunten und fröhlichen Hunde haben jedoch häufig ein Problem: die sogenannte Brachycephalie, oder auf deutsch: Kurzköpfigkeit.

Wie entsteht diese?
Sie ist eine Folge gezielter Zucht. Das Zuchtziel war und ist es, einen möglichst runden – dem „Kindchen-Schema“ entsprechendem – Kopf zu erhalten, der zu immer stärkerer Verkürzung des Schädels, besonders der Nase führte. Die extreme Verkleinerung der Nasenhöhle führt zur Ausbildung fehlgestalteter Nasenmuscheln, die in die üblicherweise freien Atemwege hineinwachsen und diese verstopfen.

Durch die Kurzköpfigkeit wurden Strukturen in der Nase und im Rachen extrem verkürzt, was zu unterschiedlich lauter, schnarchender Atmung und in schweren Fällen zu hochgradiger Atemnot, Blaufärbung der Schleimhäute bis hin zum Kollaps führen kann. Sommerliche Temperaturen verschlimmern die Symptome und führen nicht selten zu fatalen Erstickungsanfällen.

Schon im jungen Alter sind die Tiere oftmals häufiger von langwierigen Halsentzündungen betroffen und mussten schon mehr Antibiotika schlucken als erwachsene Artgenossen.

Eine Narkose bei brachycephalen Hunden ist ein größeres Risiko und eine besondere Überwachung ist immer angebracht.

Die meisten Züchter haben mittlerweile das Problem erkannt, der Trend geht wieder „zur Nase“.

Auch gibt es diverse OP-Techniken, die den Hunden das Leben mit dem Syndrom erleichtern.
Durch moderne Laserchirurgie wurden die Risiken solcher Operationen stark reduziert.

Alle diese Techniken werden in unserer Klinik von Thomas Kotzian durchgeführt.
Durch seine fast 2-jährige Tätigkeit als Anästhesist an der Chirurgischen Uniklinik München, kennt er auch die besonderen Risiken einer „Kurznasennarkose“.

Falls Ihr Hund an Brachycepalie leidet beraten wir Sie gerne und sagen Ihnen welche Methoden wann zum Einsatz kommen könnten, um ihrem Liebling das Atmen zu erleichtern.